Erfahrung schon seit 1987
Die
Schmerzklinik ist nach § 40 SGB V von allen gesetzlichen Krankenkassen als Rehabilitationseinrichtung anerkannt.
Für Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Beihilfefähig.

PERINEALER SCHMERZ
chronischer Schmerz im Perineum, Perinealschmerz

Was bedeutet Perineum?

Der Dam m wird vom Mediziner als Perineum bezeichnet. Der Begriff steht für eine ca. 3cm breite Weichteilbrücke (Haut und Muskulatur) zwischen Anus (= Enddarmöffnung) und Skrotum (= Hodensack) bzw. bei der Frau zwischen Anus und Commissura labiorum posterior (= hinteres Ende der Scheide).

Ursachen eines chronische n Schmerz es im Perineum:

Behandlung bei einem Schmerz im Perineum und in der Ana lregion:

Eine Behandlung mit Analgetika (= Schmerzmittel) bleibt in diesem Körperbereich oft ohne einen deutlichen schmerzlindernden Effekt, allenfalls Opioide in höherer Dosierung mit entsprechenden Nebenwirkungen führen zu einer Linderung.

Unterer Anteil der Scham lippen, hinterer Anteil des Hodensacks, Vestibulum vaginae (= Scheidenvorhof), Pen is, Da mm- und Anal region werden sensibel aus dem Plexus sacralis (= Nervengeflecht aus dem unteren Rückenmark stammend) versorgt, so dass sich zur Therapie von Schmerz en in den angesprochenen Bereichen wiederholte epidurale (= rückenmarknahe) Betäubungen in Form des Kaudalblockes (= rückenmarknahe Betäubung in Höhe des Kreuzbeines) eignen.
Der Kaudalblock hat gegenüber dem lumbalen Epiduralblock
(= rückenmarknahe Betäubung in Höhe der Le nden) den Vorteil, dass eine geringere Dosierung benötigt wird, in der Regel reichen 5-8 ml z. B. Bupivacain (= ein lang wirkendes örtliches Betäubungsmittel) 0,125-0,15 % aus. Zur kontinuierlichen Blockade mit Katheter* ist allerdings die lumbale epidurale Blockade (= rückenmarknahe Betäubung in Höhe der Le nden) wegen des geringeren Risikos einer Entzündung bzw. Infektion (= Eindringen von Mikroorganismen wie z.B. Bakterien) vorzuziehen, jedoch mit einer Ausnahme: Schmerz en im Bereich des Afters und Perineum s nach Amputat ion des Enddarm es. In diesem Falle ist die Entzündungsquelle nicht mehr vorhanden, so dass ein Sakralkatheter* auch über einen längeren Zeitraum belassen werden kann.

Ein
perinealer Schmerz als einziges Symptom, z. B. nach einer Geburt, kann häufig mit einer wiederholten infiltrativen Lokalanästhesie (= örtlichen Betäubung) erfolgreich behandelt werden.
Die isolierte Betäubung des N. pudendus
(= Nerv der die Geschlechts-/Dam mregion versorgt) erfordert eine relativ hohe Lokalanästhetikum-Dosierung (2 x ca. 10 ml z.B. Bupivacain 0,25-0,5 %), so dass die Plexus sacralis-Blockade (Kaudalblock) vorzuziehen ist.

Erläuterungen:

* Bei der sog. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird über einen Zeitraum von 10-14 Tagen ein dünner Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Nerven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muss also nicht „aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittels durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, dass bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Nerven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert. Dies ist der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei Schmerz en, die durch entzündliche, oder auch degenerative (= abnutzungsbedingte) Prozesse entstanden sind, hilfreich ist. Eine gute Durchblutung optimiert auch den Stoffwechsel eines gestörten oder geschädigten Nervs. Nach neueren Erkenntnissen vermag eine solche, intensive, längerfristige Blockadebehandlung auch das sog. Schmerz gedächtnis zu löschen.

Laut den Ausführungen des Bundesministeriums für Gesundheit haben seit dem 1.4.2007 alle gesetzlich versicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Quelle: Web-Seite der Bundesregierung und Brief des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als Aufsichtsbehörde der gesetzl. Krankenkassen. Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05) und Hessen ((Az.: L 1 KR 2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen (eine Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst zu)). Der Kläger hatte die Kur noch während des laufenden Prozesses in der von ihm bevorzugten Einrichtung auf eigene Kosten angetreten. Seine Krankenkasse wurde dazu verurteilt, ihm die Kosten für die Kur zu erstatten.

Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).

Haftungshinweis:
Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im Einzelfall ist immer ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir auch keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Eine Auswahl weiterer Schmerzthemen
Zu allen Schmerzthemen (734) gelangen Sie hier: www.schmerz.com/schmerzthemen (einfach nur anklicken)

Aktualisiert:>10.11.2008</> kusb&

S Sausen in den Ohren, Schmerz in der Blase, Schmerz in der Brust, Schmerz im Daumen, Schmerz der Eingeweide, Schmerz in den Extremitäten, Schmerz in den Fersen, Schmerz der Füße, Schmerz in der Flanke (Flanken), Schmerz im Fuß, Schmerz am Gaumen, Schmerz im Gelenk, Schmerz im Genick, Schmerz der Glieder, Schmerz in den Gliedern, Schmerz in der Harnblase, Schmerz im Hinterhaupt, Schmerz in der Hüfte, Schmerz in den Hüften, Schmerz der HWS (HWS-Bereich, HWS-Region), Schmerz bei Karzinom, Schmerz im Kiefer, Schmerz im Kiefergelenk, Schmerz im Knie, Schmerz im Kniegelenk, Schmerz im Knochen, Schmerz im Kopf, Schmerz im Kreuz, Schmerz im Kreuzbein, Schmerz in der Leiste, Schmerz im Rücken, Schmerz in der Schläfe, Schmerz in der Schulter, Schmerzanfall, Schmerzattacke, Schmerz im Brustbein, Schmerz im Brustkorb, Schmerz im Darm, Schmerz im Gaumen, Schmerz im Gesicht, Schmerz in der Hand (www.hand-schmerz.de), Schmerz im Hoden, Schmerz im Hüftgelenk, Schmerz im Leib, Schmerz der LWS (LWS-Bereich, LWS-Region), Schmerz im Magen, Schmerz im Nacken (www.nacken-schmerz.de), Schmerz der Nase, Schmerz der Nieren, Schmerz im Ohr, Schmerz im Oberbauch, Schmerz im Oberschenkel, Schmerz im Rücken, Schmerz im Schultergelenk, Schmerz im Steiß, Schmerz im Steißbein, Schmerz im Thorax, Schmerz im Unterarm, Schmerz im Unterkiefer, Schmerz im Unterleib, Schmerz im Schambein, Schmerz im Schienbein, Schmerz im Unterbauch, Schmerz bei Tumor, Schmerz der Venen, Schmerz in der Wade, Schmerz in der Wange, Schmerz-viszeraler, Schmerzambulanz (http://www.schmerzambulanz.biz), Schmerzerkrankung, Schmerzforum (www.schmerzforum.net), Schmerzkliniken, Schmerzkrankheit, Schmerzproblem, Schmerzstörung, Schmerzsyndrome, perinealer Schmerz

Schmerzklinik (1), Schmerzklinik (2) Schmerzklinik (3)

Impressum

http://www.perinealer-schmerz.de <strong>chronischer Schmerz</strong>im <strong>Perineum</strong> <strong>perinealer Schmerz</strong> <strong>Perinealschmerz</strong>